Kommuniqué zum Saisonbeginn 2025/2026
Die vergangene Spielzeit am Bornheimer Hang war in vielerlei Hinsicht turbulent. Bis tief in die Rückrunde schwebten wir auf einer sportlichen Euphoriewelle, der Traum vom Aufstieg lebte. Gegen Ende war die Luft raus, Spiele wurden bitter verloren. Dennoch können wir vor der Mannschaft für diese starke Saison nur den Hut ziehen.
Aber auch abseits des Platzes blieb es spannend. Seit der Eigenkapitalerhöhung Anfang 2024 und der mangelhaften Transparenz gegenüber Fans und Mitgliedern hängt der schwarz-blaue Haussegen doch gehörig schief. Seit diesem Zeitpunkt verzichten wir in Block 385 auf den üblichen Tifo und treten mit Protestbeflaggung auf. Bei Heim- und Auswärtsspielen, in der Liga und im Pokal. Zudem wurde symbolisch die ersten 18:99 Minuten eines jeden Spiels geschwiegen.
Protest und Unzufriedenheit seitens Fans aus allen Bereichen des Stadions mündeten darüber hinaus in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im vergangenen Sommer, deren Ergebnis die Einberufung einer Satzungskommission war. Die Satzungskommission handelte unter einem klaren Auftrag: Die Demokratisierung der Satzung und sämtlicher Wahlverfahren sowie eine Einschränkung für Eigenkapitalerhöhungen ohne Mitbestimmung seitens der Vereinsmitglieder. Die vorläufigen Ergebnisse der Satzungskommission wurden im Frühjahr vorgestellt und von den anwesenden Mitgliedern für gut befunden.
Was ist seitdem passiert?
Man hört wenig bis gar nichts über die öffentlichen Kanäle. Das ursprüngliche Ziel, die Satzungsänderungen auf einer Mitgliederversammlung im Sommer verabschieden zu lassen, scheint immer unrealistischer zu werden. Ein Update über den Status der vereinsrechtlichen Prüfung hat es nicht gegeben, von einer Termineinladung zur Abstimmung durch die Mitglieder ganz zu schweigen. Wir erwarten, dass die Satzungsänderungen noch vor der regulären Mitgliederversammlung im November umgesetzt wird – wie bei der Vorstellung der Satzungskommission mit allen Beteiligten vereinbart wurde.
Wir fordern…
… schnelles Handeln aller Beteiligten! Solange der FSV seinen Weg zu mehr Transparenz und Demokratie noch nicht zu Ende gegangen ist, können wir auch weiterhin nicht guten Gewissens von unserem Boykott absehen. Dies ändert sich unserer Meinung nach erst, sobald eine offizielle Einladung zu einer entsprechenden Mitgliederversammlung sowie der Veröffentlichung der geplanten Satzungsänderungen erfolgt ist. Dann liegt die Umsetzung bei den Vereinsmitgliedern – ganz im demokratischen Sinne. Sobald diese Grundlagen erfüllt sind, können wir guten Gewissens den Boykott beenden.
Alle zusammen für unseren FSV!
Pugnatores Ultras im Juli 2025